Soziale Kompetenzen

Montag 19. März 2012 von (sjw/sp)

Jugendfeuerwehr fördert Sozialkompetenz

(sjw/sg) Dass es in der Jugendfeuerwehr Einiges zu Lernen gibt ist bekannt. Fahrzeug- und Gerätekunde, Grundlagen zum Feuerwehrfunk, wie ein Löschangriff aufgebaut wird, welche Brandklassen es gibt – der Umfang der fachlichen Inhalte ist beliebig erweiterbar. Gleichzeitig entwickelt sich auch die persönliche Einstellung weiter – die Sozialkompetenz. Damit ist nicht nur die Freude am Ehrenamt gemeint. Unter Sozialkompetenz versteht man im Allgemeinen die Fähigkeit, persönliche Fähigkeiten und individuelles Handeln mit dem Wertesystem einer Gruppe zu verknüpfen und dadurch auch das Verhalten von Mitmenschen zu beeinflussen. Hierzu zählen unter anderem Selbstvertrauen, Motivation, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Wertschätzung, die Vorbildfunktion sowie Respekt und Toleranz.

Somit entwickeln sich diese Werte automatisch in jedem Team, sei es beruflich oder privat. Dass diese „Soft Skills“ vor allem in der Jugendfeuerwehr geprägt werden, liegt daran, Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren in einer gemeinsamen Gruppe in der Ausbildung zum Feuerwehrdienst bekleidet werden. Dort wo Schule und andere Vereine nach Alter trennen, findet in den Jugendfeuerwehren eine bewusste Zusammenführung statt. Ein 17-jähriger Jugendfeuerwehrmann hat sowohl fachlich als auch persönlich schon viele Erfahrungen gesammelt und gibt diese an Jüngere weiter. Dabei übt er Rücksicht und Geduld. Umgekehrt haben Jüngere auch das Verständnis, wenn einer der „Großen“ ein fachliches Thema genauer hinterfragt. Spannend wird, wenn jüngere Mitglieder der Jugendfeuerwehr schon länger dabei sind als ein älterer Neueinsteiger. Persönliche Erfahrungen, zum Beispiel aus der Schule, werden dann gegen das Feuerwehrwissen der Jüngeren „getauscht“. Fleiß und Verantwortung heben schon im Jugendalter Führungsqualitäten hervor.

Diese Entwicklung wird entsprechend gefördert, zum Beispiel mit dem Einstieg in das Betreuer-Team einer Jugendfeuerwehr. Daraus lassen sich wieder neue Erfahrungen ableiten, von denen man auch beruflich profitiert. In vielen Berufszweigen wird der Sozialkompetenz ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. Gerade die Team- und Kommunikationsfähigkeit wird von Personalchefs als unabdingbar bezeichnet. Üben kann man diese Eigenschaften nur schwer, sie entwickeln sich vielmehr unbewusst in Gemeinschaften. Im hohen Maße in der Jugendfeuerwehr, so wie in der Gemeinschaft der Bruchköbeler Jugendfeuerwehren.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 19. März 2012 um 19:30 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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