24-Stunden-Übung

Sonntag 30. September 2012 von (sjw/sp)

„Scheunenbrand“ erfordert Großeinsatz

Jugendfeuerwehren lernen Alltag der Berufsfeuerwehr kennen

Bruchköbel. –   Mit Blaulicht und Martinshorn rückten die beiden Löschzüge der Standorte Bruchköbel und Roßdorf sowie ein Drehleiterfahrzeug aus Hanau, zum Scheunenbrand nach Butterstadt aus. Es galt drei Vermisste zu retten, die in Vollbrand stehende Scheune zu löschen und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude zu verhindern. So lautete das Übungsszenario der großen Abschlussübung der fünf Bruchköbeler Jugendfeuerwehren. Nach erfolgter Rettung und Erstversorgung der vermissten Personen konzentrierten sich die Nachwuchsbrandschützer auf das Löschen des vermeintlichen Feuers. Mit sicheren Handgriffen wurde der Löschangriff aufgebaut, bereits nach wenigen Minuten sprühten die C-Strahlrohre Wasser auf das Scheunendach. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer und den fachkundigen Blicken der Wehrführer bewiesen die Jugendlichen einen guten Ausbildungsstand und hohes Engagement. Auch Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach sprach den Jugendlichen seinen Respekt für die tolle Leistung aus lobte den guten Ausbildungsstand in der Feuerwehr. Dies war an diesem Tag der größte Übungseinsatz der Jugendfeuerwehren, jedoch der einzige. Bereits um 7.30 Uhr trafen sich die fünf Bruchköbeler Jugendfeuerwehren zum Dienstbeginn in den Gerätehäusern. 24 Stunden lang, so der Plan, sollten die Jungs und Mädels aus den fünf Bruchköbeler Jugendfeuerwehren hautnah miterleben können, was Berufsfeuerwehrleute im Dienstalltag so alles leisten. So bildeten die Jugendwehren aus Bruchköbel und Niederissigheim einen gemeinsamen Löschzug, der zweite Übungsstützpunkt wurde mit den Wehren aus Roßdorf, Oberissigheim und Butterstadt besetzt. Dabei erwischten die Jugendlichen eine durchaus sehr ereignisreiche Dienstschicht mit verschiedenen Einsatzszenarien und spannenden Herausforderungen. Bereits kurz nach dem Frühstück hieß es „Ausrücken zum Übungseinsatz!“, denn ein Brandmelderalarm und eine simulierte Ölspur erforderten die Feuerwehr. Kaum wieder in der Wache angekommen, ertönte der nächste Alarm aus den Lautsprechern. Also wieder Jacke anziehen, Helm aufsetzen und Fahrzeug besetzen – halt wie ein richtiger Feuerwehrmann. Diesmal ging es zu einer technischen Hilfeleistung. eine Person wurde bei Verladearbeiten unter einem Container eingeklemmt und musste mittels Hebekissensatz gerettet werden. Besonderen Reiz für die Jugendlichen hatte es, bei einem Müllcontainerbrand richtiges Feuer zu löschen. Stadtjugendwart Sebastian Pauly und sein Stellvertreter Stephan Gockert koordinierten den Tagesablauf aus der „Übungsleitstelle Bruchköbel“ gemeinsam mit dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Mathias Möller. Neben weiteren Übungsszenarien wie einem Flüssigkeitsbrand und der Meldung „Wasser in Gebäude“,  erweiterten die Jugendlichen ihr Wissen in praktischen Unterweisungen und Gerätekunde an den Löschfahrzeugen. Nach dem abwechslungsreichen Tagesablauf mit vielen Einsätzen gestaltete sich der Abend etwas ruhiger. So blieb Zeit zum Erholen und für gemeinsame Spiele in gemütlicher Runde. Gegen 21 Uhr kam es dann mit einer Personensuche nach Verkehrsunfall zum letzten Einsatz, bevor es dann in die verdiente Nachtruhe ging. Neben den Übungseinsätzen standen natürlich auch der Spaß und die gemeinsame Freizeit im Vordergrund. Teamwork hat bei den Jugendfeuerwehren einen hohen Stellenwert. Auch die hohe Leistungsbereitschaft und Verantwortung der Jugendwarte und Betreuer spricht dafür, dass das Hobby „Jugendfeuerwehr“ eine der spannendsten Freizeitaktivitäten für Jugendliche ist. Bereits zum dritten Mal wurde das Konzept der „24-Stunden-Übung“ mit den fünf Jugendfeuerwehren nun erfolgreich umgesetzt und stellt definitiv eines der Highlights im Kalender dar.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 30. September 2012 um 22:22 und abgelegt unter Allgemein. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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